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50 Jahre Musikzug

Solch ein außergewöhnliches Ereignis – darüber waren sich alle einig, die mit der Feuerwehr Thune zu tun haben oder mit ihr freundschaftlich verbunden sind – muss einfach spektakulär gefeiert werden. Die Organisatoren und „Macher“ Uwe Schönicke vom Hotel „Zur Linde“, Peter Oßwald und Stefan Schulz von der Thuner Feuerwehr hatten sich fest vorgenommen „ein Musikfestival der Extraklasse“ auf die Thuner Lahwiese „zu setzen“, das unvergessen bleibt und in die Geschichtsbücher der Feuerwehrmusik eingeht. Der Musikzug der Thuner Feuerwehr hat bereits Geschichte geschrieben – das kann man besonders in der beeindruckenden Festzeitschrift nachlesen, in der mit vielen Bilddo-kumenten die Chronik des Musikzuges von 1966 bis heute attraktiv aufgearbeitet wurde.

 

Der Tenor der Grußworte von Oberbürgermeister, Bezirksbürgermeister, den Stadt- und Ortsbrandmeistern, den Bezirksstabführern, dem Vorsitzenden des Fördervereins und last but not least dem Musikzugführer selbst ist eindeutig: der Thuner Musikzug hat eine einmalige Entwicklungsgeschichte. Er entwickelte sich zum Aushängeschild der Braunschweiger Feuerwehrmusik und ist bekannt und beliebt in Stadt, Region und Land. Er beherrscht ein breites Spektrum an Musik. Klassische Musik gehört zum Reper-toire ebenso wie alle erdenklichen Stilrichtungen der Moderne wie Pop-, Musical-, Big Band-Sound und Film-Musik – nicht zu vergessen selbstverständlich auch alle Stilrich-tungen der Volksmusik. Kein Wunder, dass der Musikzug begehrt ist, für verschiedenste Anlässe in Stadt und Land angefragt wird und dort seine Extra-Klasse unter Beweis stellt. 37 Frühjahrskonzerte und viele Auftritte in der Region auf höchstem Niveau seit 1966 waren stets Garant für beste Unterhaltung und die große Fangemeinde dankte es immer mit „Standing Ovations“. Unser Oberbürgermeister Ulrich Markurth unterstrich in seinem Grußwort beim Frühstück am Sonntag die Besonderheiten des Musikzuges. Er wies auf die Kontinuität der musikalischen Besetzung und die von allen Mitgliedern gelebte familiäre Atmosphäre hin, die Garant für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung sind sowie den langjährigen Fortbestand des Orchesters bei gleich bleibender Qualität absichern.

 

Der Erfolg des Thuner Musikzuges kommt nicht von ungefähr. Ambitionierte und ehrgeizige Dirigenten und Leitungen haben es immer blendend verstanden im Orchester für eine Atmosphäre zu sorgen in der alle Musikerinnen und Musiker mit viel Liebe, Hingabe und Idealismus das gemeinsame Hobby der Feuerwehrmusik pflegen konnten und auch der Nachwuchsarbeit ein besonderer Stellenwert eingeräumt wurde. Nur so konnte sich ein perfekter Klangkörper mit 11 verschiedenen Instrumentengruppen entwickeln, der mit rund 50 Musikerinnen und Musikern jedes Publikum aufs Neue begeistert. Die derzeitigen „Macher“ sind Musikzugleiter Dirk Heuer und Dirigent Stefan Schulz, der in seiner unnachahmlichen fröhlichen und bestimmten Art alle Musiker/ innen im wahrsten Sinne „im Griff“ hat. Letzterer war es auch, der gemeinsam mit Peter Oßwald und dem Lindenwirt Uwe Schönicke für die Zeit von Freitag, den 23. 09. bis Sonntag, den 25. O9. ein Musikfestival der Extra-Klasse organisierte. Tolle äußere Rahmenbedingungen – Wetter super, Festzelt und Außenbereich super, Tische einladend großzügig arrangiert und eingedeckt, Catering an allen Tagen in Angebot und Abwicklung gut abgestimmt, Bedienung freundlich, schnell und emsig, Security sichtbar aber unauffällig, sanitäre Anlagen Spitzenklasse! Die Besucher – die meisten in Oktoberfest-Outfit mit Dirndl und Leder-/Trachtenhose - waren begeistert von der echten „Wiesn-Atmosphäre“ auf derThuner Lahwiese. Begeisterung auch auf der Seite des Veranstalters und des Festwirts, denn das Zelt war an allen drei Tagen sehr gut besucht (423 – 486 – 520 lautete das Zählergebnis an den drei tollen Tagen) Entsprechend hoch war die Stimmung im Zelt, denn es wurden bekannte und hochkarätige Musikgruppen geboten, die mit ihren Musiktiteln und ihrer Art der Darbietung Zelt und „Wiesn“ rockten, die Partygäste zum Tanzen, Schunkeln, zu Polonäse und Tanz auf Stühlen und Tischen animierten.

 

DJ Micha glänzte zur Einstimmung in die drei tollen Tage mit „Krachern“ aus der Disco-Szene und lockte als „Vortänzer“ die Leute zum Gruppentanz auf die Tanzfläche. Am Freitagabend machten die „Bayern Stürmer“ ihrem Namen alle Ehre. Sie stürmten auf die Bühne und erstürmten mit ihrer Musik die Herzen der Zuhörer. Jeder Musiker war ein Virtuose auf seinem Musikinstrument und dokumentierte dies ausdrucksvoll auf den Gästetischen mitten im Zelt – z.B. wurde die Posaune mit dem blanken großen Zeh gespielt oder auf dem Schifferklavier sitzend unterwärts dem Instrument die Melodie ent-lockt – bis Mitternacht ging das Spektakel. Bertold Schick und seine „Allgäu6“ brachten am Samstag nachmittag mit ihrer Musik das Zelt zum Beben.

 

Sie boten Blasmusik vom Feinsten und lockerten zwischendurch mit netten Witzchen die Atmosphäre auf. Besondere Specials waren der Vortrag mit dem Alphorn und das virtuose Spiel auf der Piccoloflöte. Zum Abschluss der Show brachten Jazz-Einlagen, ein James-Last Potpourri und, man höre und staune, ein Kinderlieder-Potpourri die Zuschauer zum Mitsingen und -klatschen. Nach dem großen „Haxen- Essen“ wurden die Zeltgäste von der böhmischen Blaskapelle „Gloria“„verzaubert“. Die Kapelle spielte zwar keine “Ohrwürmer“ der Volksmusik son-dern präsentierte und zelebrierte konzertante Musik und Eigenkompositionen auf höchstem Niveau. Imposant die musikalischen Einzelleistungen der Künstler mit Temposteigerung zu höchster Virtuosität – Konzertgänger kamen voll auf ihre Kosten und applaudierten heftig. Danach wurde das Publikum mit einer faszinierenden Lasershow sowohl musikalisch als auch optisch unterhalten. Dann nahm wieder „Gloria“ das Zepter in die Hand und machte mit den Partygästen einen launigen Spaziergang in die Volksmusik wiederum bis Mitternacht. Am Sonntagvormittag stand das bayrische Frühstück mit „Leberkas“ und Weißwurst ganz im Zeichen unseres legendären Jubiläums-Orchesters der Feuerwehr Thune. Unter der Leitung von Stefan Schulz bewiesen die Musiker, dass die Lobeshymnen in den Grußworten keine Worthülsen waren. Sie boten die gesamte Palette ihres Könnens und verwöhnten ihre Fangemeinde. Tosender Beifall war der Lohn und wird alle Musiker/innen bestärken in der Zukunft weiter zu machen und Musik auf höchstem Niveau für Thune, Braunschweig und die Region auf Veranstaltungen zu präsentieren. Im Anschluss waren Jazz, Blues und Rock angesagt. Die Braunschweiger Musikszene traf sich auf der Bühne und sorgte für beste Performance: Geza Gal und die TU-Bigband, Fritz Köster, Axel Uhde und Gisa Flake und Freunde gaben gemeinsam alles, begeisterten das Publikum und holten die Partygäste zum „Abhotten“ vor die Bühne – ein Riesen-Musikevent, ein Festival der Extra-Klasse erlebte seien Höhepunkt! An dieser Stelle kann man dem Veranstalter nur gratulieren, den Sponsoren und Helfern Lob und Anerkennung aussprechen – Ihr habt es geschafft! Ihr habt ein unvergleichliches „Riesending“ in die Thuner Lahwiese „gesetzt“ und damit Geschichte geschrieben! Ich war begeistert von Anfang bis Ende dabei und war erfreut, dass auch unser Oberbürgermeister Ulrich Markurth über mehrere Stunden das Festival inmitten der großen Fangemeinde erlebt und genossen hat.

 

 

Quelle: Durchblick, Hartmut Kroll, Bezirksbürgermeister Wenden-Thune-Harxbüttel